Zaryzyn
Stalingrad
Wolgograd

 
Drei Namen, eine Stadt.

Und wie viele Schicksale?

Die Schlacht um Stalingrad, die Festung Stalingrad, der Kessel von Stalingrad.

Hitler wollte diese Stadt. Die Stadt, die den Namen seines größten Widersachers trug. Die Stadt, die große Rüstungsbetriebe beherbergte und von der aus man die Schifffahrt auf der Wolga blockieren konnte.

Für Hitler und für Stalin war das Schicksal dieser Stadt eine Prestigefrage. Gekämpft wurde mit allen Mitteln und um jedes einzelne Haus. Es gab keine Front, die man auf Landkarten herzeigen konnte.

Um den Frontverlauf zeigen zu können, hätte man die Baupläne jedes einzelnen Hauses gebraucht. Die einen im Keller, die anderen in irgend einem der oberen Stockwerke. Niemand wusste, wer im Nachbarzimmer war. Freund oder Feind?

Mit einem großen und weiträumigen Gegenangriff umzingelten die Sowjets Stalingrad und das umliegende Land..

Der deutsche Gegenangriff brachte der Festung Stalingrad nicht die erhoffte Befreiung. Im Gegenteil, immer weiter wurde die Front vom Kessel weggedrückt. Die Luftwaffe war nicht imstande, den dringend benötigten Nachschub in ausreichender Menge einzufliegen.

Die Soldaten im Kessel kämpfte längst nicht mehr für den Endsieg. Sie kämpften um ihr Überleben. Aber nicht gegen die Sowjets, sondern gegen die eisige Kälte des Winters und gegen Unterernährung und Hungertod.

Three names, a city.
And how many fates?
The battle around Stalingrad, the fortress Stalingrad, the kettle of Stalingrad.
Hitler wanted this city. The city which carried the name of his tallest adversary. The city which housed large armament companies and from which one could block the shipping on the Wolga.
For Hitler and for Stalin the fate of this city was a prestige question. People fought with all averages and around every individual house. There was not any front which one could show on maps.
In order to be able to show the front process, one would have needed the structural drawings of every individual house. The one in the basement, the other ones in some of the upper storeys. Nobody knew who was in the neighbor room. Friend or enemy?
With a great and spacious counter-attack the Soviets Stalingrad and the surrounding country surrounded..
The German counter-attack did not bring the liberation hoped for to the fortress Stalingrad. On the contrary, always further the front was pushed away from the kettle. The Luftwaffe was not capable to make the urgently required replenishment in sufficient amount.
The soldiers in the kettle fought for a long time no more for the final victory. They fought for their survival. But not against the Soviets, but against the icy cold of the winter and against malnutrition and death from starvation.

Originalbild, entnommen www.St-andreas-fulda.de (Bitte nicht böse sein!)

Weihnachten im Kessel Festung Stalingrad

Noch einmal weihnachten feiern. die vielleicht letzten Weihnachten feiern.

Die Soldaten improvisierten. Christbäume gab es   nicht. Zwei Kerzen dort, wo eigentlich eine genügen sollte. Ein Bissen Brot, den man irgendwo ergattert hatte, war das größte Geschenk, dass man einem Kameraden machen konnte.

Ein Mann hatte sich hingesetzt und mit Holzkohle auf die Rückseite einer russischen Landkarte das Bild einer Frau gemalt, die unter ihrem schützenden Mantel ein Kind hält und dieses betrachtet.

Liebevoll, sorgenvoll?

Der Mann: Dr. Kurt Reuber, Arzt, evangelischer Theologe, Künstler.

Das Bild. bekannt geworden als die Stalingradmadonna.

Dr. Kurt Reuber überlebte zwar den Kampf um Stalingrad, er starb aber 1944 in russischer Kriegsgefangenschaft im Lager Jelabuga. Die Madonna von Stalingrad überlebte ihn und kehrte heim nach Deutschland.

Das Original in der Grösse von 105 * 80 Zentimeter hängt heute in Berlin in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Christmas in the fortress kettle Stalingrad
Once again christmas celebrate. celebrating the maybe last Christmas.
The soldiers improvised. There were not christmas trees. Two candles, where actually one should suffice. A bread bite that one had gotten somewhere was the biggest present that one could do to a comrade.
A man had sat down and painted the picture of a woman that holds a child under their protecting coat and considers a child this with charcoal onto the reverse page of a Russian map.
Loving, worried?
The man: Dr. Kurt Reuber, doctor, evangelic theologian, artist.
The picture. become known as the Stalingradmadonna.
Dr. Kurt Reuber survived indeed the fight for Stalingrad, he died, however, in 1944 in Russian captivity in the camp Jelabuga. The Madonna of Stalingrad survived him and came back to Germany.
The original in the size of 105 * 80 centimeters hangs today in the Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.

Frontalansicht der Einweihungsfeier mit enthüllter Stalingradmadonna.

11. September 1988: Die feierliche Einweihung der renovierten Bründlkapelle und der Stalingradmadonna in Fronsburg.

11. September 1988: The solemn opening of the renovated Bruendlkapelle and the Stalingradmadonna in Fronsburg.

Die Stalingradmadonna wird gesegnet.

Von Stalingrad nach Fronsburg in Niederösterreich

Fronsburg ist ein kleines Dorf bei Weitersfeld in Niederösterreich.

Ein Schloss in Privatbesitz, nicht zu besichtigen.

Und das Fronsburger Bründl.

Seit langem schon hält der Kameradschaftsbund zum außerhalb des Ortes gelegenen Bründl jährlich im September eine Wallfahrt ab.

Als krönender Abschluss für die Renovierung der Bründlkapelle sollte eine Stalingrad-Madonna geweiht werden.

Während der Fronsburger Kameradschaftsbund auf der Suche nach einem Künstler war, der die Madonna von Stalingrad als Relief aus Holz schnitzen sollte, kopierte der gebürtige Riegersburger Edmund Zotter die Vorlage, um für sich selbst eine Madonna zu schnitzen..

Unterdessen gab es in Fronsburg ein paar Irrungen und Wirrungen, die die Ausführung des Vorhabens bedrohten, da der Termin der Einweihungen immer näher rückte.

Unterdessen hing in einem Wiener Wohnzimmer die fertige, von Edmund Zotter im Badezimmer auf der Waschmaschine geschnitzte Stalingradmadonna an der Wand.

Johann Walka, Ehrenobmann des Kameradschaftsbundes in Riegersburg, wusste sowohl von den Problemen in Fronsburg als auch von der fertigen Madonna in Wien. Da diese sehr gut gelungen war, obwohl es die erste derartige Schnitzarbeit seines Schwiegersohnes Edmund Zotter war, vermittelte er den Kontakt zwischen den beiden Parteien.

Rasch wurde man sich handelseinig und die Stalingradmadonna übersiedelte aus dem Wohnzimmer in Wien nach Fronsburg.

Und Edmund Zotter schnitzte im Badezimmer eine neue Madonna von Stalingrad. Aber das ist eine andere Geschichte.

From Stalingrad to Fronsburg in Niederoesterreich
Fronsburg is a small village at Weitersfeld in Lower Austria.
A castle in private property, not to visit.
And the Fronsburger Bruendl.
For a long time already the comradeship alliance to the Bruendl sited outside of the place keeps off annually a pilgrimage in September.
As a crowning end for the renovation of the "Bruendlkapelle" (a little Chapel near a spring) a Stalingrad-Madonna should be consecrated.
While the Fronsburger comradeship alliance was being on the search for an artist that the Madonna from Stalingrad should carve as a relief of wood, the born Riegersburger Edmund Zotter copied the presentation, in order to carve a Madonna for himself..
Meanwhile there were in Fronsburg a few errors and troubles which threatened the carrying out of the project since the deadline of the openings always came closer.
Meanwhile the Stalingradmadonna ready, carved by Edmund Zotter in the bathroom on the washing machine hanged in a viennese living room at the wall.
Johann Walka, honor shop steward of the comradeship alliance in Riegersburg, knew both of the problems in Fronsburg and of the ready Madonna in Vienna. Since this had succeeded very well although it was the first such carving-work of his son-in-law Edmund Zotter, he provided the contact between the two parties.
One became rapid market-agreed and the Stalingradmadonna moved from the living room in Vienna to Fronsburg in the Waldviertel.
And Edmund Zotter carved a new Madonna from Stalingrad in the bathroom . But that is another story.

Die Stalingradmadonna in Baden bei Wien mit Opferkerzen.

 

Die Stephanskirche in Baden bei Wien.

Von Wien nach Baden bei Wien

Eines schönen Tages machten meine Mutter und ich einen Ausflug nach Baden bei Wien.

Nachdem wir das Auto abgestellt hatten, spazierten wir durch die uns unbekannte Stadt und gelangten dann zu einer Kirche, die wir neugierig betraten.

Es dauerte nur wenige Augenblicke, dann waren wir zutiefst überrascht.

Wohl hatten wir gewusst, dass irgendwo in einer Kirche in Baden die zweite von meinem Vater Edmund Zotter geschnitzte Stalingradmadonna hing, aber in welcher?

War es der Zufall, der uns gerade zur Stephanskirche in Baden bei Wien geführt hatte, um über die altbekannte Stalingradmadonna zu stolpern.

Auch sie war meinem Vater abgehandelt worden, um sie irgend einer Kirche zu stiften. Das hatte sich aber aus mir nicht bekannten Gründen zerschlagen und so hatte sie eben hier in Baden Quartier gefunden.

Und mein Vater schnitzte danach wieder einmal auf der Waschmaschine eine Stalingradmadonna. Die Dritte. Und die hängt immer noch bei uns im Wohnzimmer an der Wand.

Of Vienna after Baden near Vienna
A beautiful day my mother and I did an excursion after Baden near Vienna.
After our having parked the car, we strolled through those ones us unknown city and reached then a church that we entered curiously.
It lasted only few moments, then we were most zutiefst surprised.
We had presumably known that from Baden the second Stalingradmadonna carved by my father Edmund Zotter hanged somewhere in a church , however, in which one?
It was the coincidence which had led us to Baden near Vienna just to the Stephans-church in order to stumble about the well-known Stalingradmadonna.
Also it had been dealt for with my father in order to bring it about to some church. That had smashed itself, however, from me grounds not known and she had found now accommodation like this here in Baden.
And my father carved after that again once a Stalingradmadonna on the washing machine. The third party. And that one hangs still in the living room with us at the wall.

Die gestickte Stalingradmadonna in Felling bei Hardegg.

... und dann noch Felling in Niederösterreich.

An der Darstellung der Stalingradmadonna in Felling (Stadtgemeinde Hardegg an der Thaya, Niederösterreich) ist mein Vater unschuldig

In Felling befindet sich die Pfarrkirche und der Friedhof für Mallersbach und Riegersburg, wo ich bei meinen Großeltern den Hauptteil meiner Ferienzeit und später meine Urlaube verbrachte.

Hier hat vor ein paar Jahren eine Damenrunde zugestochen und eine großformatige Stalingradmadonna als Bild  gestickt

... and still Felling in Lower Austria.
At the representation of the Stalingradmadonna in Felling (City municipality Hardegg at the Thaya, Niederoesterreich) my father is innocent
The parish church and the cemetery for Mallersbach and Riegersburg is in Felling, where I near my grandparents the body of my vacation time and later means vacation spent.
Here a lady round pricked a few years ago and embroidered a Stalingradmadonna as a picture.

Die Stalingradmadonna in Langau

Langau in Niederösterreich

Unweit von Felling und Fronsburg liegt Langau an der Tschechischen Grenze. Und auch dort gibt es eine Stalingradmadonna.
Umgeben von Tafeln mit den Namen und Fotos der im 2. Weltkrieg gefallenen Langauern hängt sie in der Kapelle der Kirche von Langau.

 

Langau in Lower Austria

Close to Felling and Fronsburg Langau lies near the Czech Boundary. And also over there there is a Stalingradmadonna.
She hangs in the chapel of the church of Langau.surrounded from boards with the names and photographs of men of Langau fallen in the 2nd world war.

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