Komenskeho nam / Komensky-Platz
Am 16. Oktober 1853 wurde Oberst Karl von Kopal von den Bürgern von Znaim ein Denkmal in Form eines Obelisken mit einer von Anton Dominik von Fernkorn geschaffenen darüber schwebenden vergoldeten Nike mit einem Siegeskranz gesetzt.

Karl von Kopal wurde am 3. Februar 1788 in Schidrowitz geboren, besuchte das Gymnasium in Znaim und die Realschule in Nikolsburg.

Als gemeiner Soldat trat er in den Militärdienst, machte die Feldzüge während der Napoleonischen Kriege mit, kam als Oberstleutnant 1841 zu den Tiroler Kaiserjägern und zog 1848 als Oberst in den Krieg gegen Italien.

Bei der Eroberung der Stadt Vicenza am 10. Juni 1848 wurde er schwer verwundet, die Amputation des rechten Armes überlebte er nicht. Er verstarb am 16. Juni 1848.

Um ihn zu ehren, bildete sich ein Komitee zur Errichtung eines Denkmals in Schidrowitz. Znaimer Bürger allerdings baten, dieses in Znaim aufzustellen und da Schidrowitz doch zu wenig besucht wurde, erfüllte das Komitee diesen Wunsch.

Unter den Spendern, die dieses Projekt mitfinanzierten, war auch Feldmarschall Radetzy mit 100 Kronen. Der Brief von ihm wurde vom Komitee insgesamt 2.000 mal vervielfältigt und mit einem eigenen Brief an weitere mögliche Spender versandt, um Geld aufzutreiben.

Um das für die Siegesgöttin Nike gewünschte Kanonenmetall zu erhalten, waren zwei Audienzen bei Kaiser Franz Joseph I. nötig. Der Obelisk aus Granit wurde in einem Steinbruch bei Studein angekauft.

Der Bildhauer Anton Dominik Fernkorn fertigte die Figur ebenso wie die Fürstlich Salm´sche Eisengießerei in Wien billiger als im Kostenvoranschlag angegeben.

Am 24. April 1854, dem Vermählungstag von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth, wurde auf dem Platz vor dem Kaisertor das Denkmal enthüllt.

Verbunden mit der Errichtung des Kopal-Denkmal war auch eine Stiftung, die so genannte „Kopal-Invaliden-Stiftung

Das nach der Fertigstellung des Denkmal übrige Geld wurde angelegt und aus den Zinsen diese Stiftung finanziert. Ein invalider Angehöriger des X. Jägerbataillons bekam monatlich 10 Gulden bezahlt, hatte dafür aber als Gegenleistung in Znaim zu wohnen und das Denkmal zu bewachen und die umgebende Grünanlage sauber zu halten. Von der Stadt Znaim bekam er zusätzlich jährlich 20 Gulden Wohnungsbeitrag und zwei Klafter weiches Prügelholz. Zwei weitere Invalide des X. Jägerbataillons bekamen geringere Geldbeträge ausbezahlt.

Nach dem 1. Weltkrieg und dem damit verbundenen Ende der Monarchie wurde der nach ihm benannte Platz umgewidmet und aus dem Kopal-Denkmal wurde ein Siegesdenkmal. Die „Kopal-Invaliden-Stiftung“ fand vermutlich ebenfalls ein Ende.

 

On 16th October 1853 colonel Karl von Kopal of the citizens of Znaim was put a monument in the form of an obelisk with a gilded Nike created from distance granule by Anton Dominik floating over that with a victory wreath.
Karl von Kopal was born on the 3rd February 1788 in Schidrowitz, the grammar school in Znaim and the secondary school in Nikolsburg visited.
As a common soldier he came to the army, took part in the campaigns during the Napoleonic Wars, came as a lieutenant colonel 1841 too the "Tiroler Kaiserjäger" and moved in 1848 as a colonel into the war against Italy.
During the conquest of the city Vicenza on 10th June 1848 he was hurt, he did not survive the amputation of the right arm. He passed away on 16th June 1848.

In order to honor him, a committee for the establishment of a monument in Schidrowitz formed itself. Citizens of Znaim-City, however, begged, to line up this in Znaim and since nevertheless Schidrowitz was visited to little, the committee fulfilled this wish.

Also field marshal Radetzy with 100 crowns was among the donors who financed this project. The letter of him was duplicated by the committee in total 2.000 times and sent by an own letter onto further possible donors in order to get money.

In order to receive the cannon metal wanted for the Nike victory goddess, two audiences were necessary with emperor Franz Joseph I.. The obelisk of granite was bought in a quarry at Studein.

The sculptor Anton Dominik Fernkorn produced the figure more cheaply just the same as the Fuerstlich Salm´sche Eisengiesserei in Vienna than indicated in the cost estimate.

On 24th April 1854, the wedding anniversary of emperor Franz Joseph I. and Elisabeth empress, the monument was unveiled on the place in front of the so called emperor gate (“Kaisertor”).

Compounds with the establishment of the Kopal-monument also a donation, the so called „Kopal-Invaliden-Stiftung, was.

That after the finishing of the monument remaining money was created and financed from the interests this donation. An invalid member of the Xth hunter battalion (Jägerbataillon) got monthly 10 guldens pays, it had for that but as a return service to live in Znaim and to guard the monument and to hold the surrounding park cleanly. From the city Znaim he got 20 gulden annually besides apartment contribution and two fathoms tender club wood. Two wider invalid the Xth hunter battalion's smaller amounts of money got pays out.

To the 1st world war and the end of the monarchy connected with that the place named after him was dedicated and a victory monument became from the copal-monument. The „Kopal-Invaliden-Stiftung” presumably found also an end.

Heute heißt dieser Platz  Komenskeho nam (Komensky-Platz).

Und als Haus Nummer 4 steht hier das Gymnasium, ein großes, dreiflügeliges Gebäude, welches 1875 nach Plänen des Architekten Josef Laizner als Höhere Landesrealschule errichtet wurde.

Benannt wurde diese 1919 neu gegründete Schule nach dem ersten tschechischen Direktor Dr. Karel Polesny. Sie gehört zu den größten ihrer Art in Städten mit vergleichbarer Bevölkerungszahl.

Etwa 800 Schüler drücken hier die Schulbank, davon ungefähr 170 das zweisprachige Gymnasium. 70 Lehrer unterrichten hier, davon sind 5 aus Österreich.

Today this place is called Komenskeho nam (Komensky-place).
And as a house number 4 the grammar school, a big, trilateral building which was constructed in 1875 to plans of the Architect Josef Laizner as a Higher Country Secondary School, stands here.
These 1919 again founded school was named after the first Czech director Dr. Karel Polesny. She belongs to the largest of their kind in cities with comparable population number.
About 800 pupils press the school bench here, of that about 170 the bilingual grammar school. 70 teachers teach here, from that 5 are from Austria.

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