Reiselust & Kunstgenuss (14. September 2004)

01844: Aussenansicht der Kirche von Langau

Übernachtet haben wir in Langau bei Geras (Niederösterreich) im Gasthaus Lenz am Hauptplatz.

Die Küche war gut, mein Bett krachte ein wenig, dafür hat der Pfarrer von Langau Mitleid mit seinen Schäfchen: Die Turmuhr schlägt zwischen Mitternacht und 0600 Uhr früh nicht. Dafür kommen die Kinder brav zur Kirche, um 0700 Uhr kommt nämlich der Bus und bringt sie zur Schule.

We stayed the night in Langau at Geras (Lower Austria) at the main place at the inn of the family Lenz.
The kitchen was good, my bed cracked a little, for that the priest of Langau feels pity for the people: The clock does not beat between midnight and 0600 o'clock early. For that the children come well to the church, the bus loses 0700 o'clock indeed and it brings them to the school.

 

0219: Die Kirche von Langau

0216: Die Kapelle

Langau im Waldviertel liegt an der tschechischen Grenze im Waldviertel.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Langau  1245. Die Hussitenkriege brachten Langau in arge Bedrängnis und zwischen 1453 und 1600 wurde die Bevölkerung durch die Pest ausgerottet. Danach kam der 30-jährige Krieg und danach wieder die Pest (1640).

1710 bis 1711 wurde nach einem Brand die Kirche neu erbaut und Kaiser Karl VI. war Stargast beim ersten Kirtag der neuen barocken Kirche. Er speiste und nächtigte im Postgasthaus, die Rechnung existiert heute noch.

1912 wurde ein Braunkohlenlager entdeckt und die Langauer Bergwerksgesellschaft gegründet. Nach Ende des Krieges werden 1919 die Arbeiten im Bergwerk (Tagbau) wieder aufgenommen. Der Betrieb wurde 1964 eingestellt.

Das Zollhaus und das Kriegerdenkmal werden 1922 errichtet.

Die durch die Grabungsarbeiten im Braunkohlebergwerk entstandenen Gruben füllten sich mit Wasser und dienen heute gemeinsam mit dem Umland als Erholungsgebiet. Es gibt einen Campingplatz, ein SOmmerLAger für Kinder, Wasserschilaufmöglichkeiten und einen Schießplatz, auf dem oft und gerne geballert wird.

Langau in the Waldviertel is due to the Czech boundary in the Waldviertel of Lower Austria.
For the first time in writing Langau 1245 was mentioned. The Hussite wars brought Langau into bad distress and in between 1453 and 1600 the population was exterminated by the plague. After that the 30-year long war (1618 -1648) came and after that again the plague (1640).
1710 to 1711 after a fire the church was uplifted new and emperor Karl VI. star visitor was at the first kermess to the new baroque church. He ate and slept in the Postgasthaus, the bill exists today still.
1912 brown coal was discovered and founded the Langauer mine society. After the war the jobs are resumed in 1919 in the mine (Day building). The company was employed in 1964.
The port custom house and the war memorial are constructed in 1922.
The pits arisen from the excavation |works in the brown coal mine filled themselves with water and help today together with the surrounding area as a recreation area. There is a campsite, a summer-camp for children, water ski race possibilities and a firing-place on which often and with pleasure is hurled.

b75: Gruppenfoto mit Frau Lenz

Noch schnell ein Gruppenfoto mit einer Dame mehr im Bild, nämlich der Wirtin der gastlichen Stätte durch Erwin Sommer, unseren Reiseleiter, Chauffeur und so weiter.

Dann ging es weiter nach Geras, wo eine Führung durch das dortige Prämonstratenserstift als Co-Veranstalter der Zweiländer-Ausstellung auf uns wartete.

Still quickly a group photograph with a lady more in the picture, that is the landlady of the hospitable place through Erwin Sommer, our guide, chauffeur and so forth.
Then it went on according to Geras where a leadership waited for us through the nonlocal cloister of the order of the Praemonstratenser as co-organizers of the two country exhibition.

01847: Die Stiftskirche von Geras

So duster wie hier auf dem Bild ist die Stiftkirche von Geras nicht. Wahrscheinlich hat das helle Sonnenlicht durch das Fenster beim Altar die Belichtungsautomatik irritiert.

The church of monastery Geras is not as dark as here on the picture. Probably the bright sunlight through the window near the altar interrupted the illumination automatism of the camera.

01848: Modell von Schloss Frain an der Thaya

Ein Modell von Schloss Frain, ein guter Übergang für den nächsten Programmpunkt auf unserem Kulturtrip, denn da stand das großartige Original in Vranov nad Dyji auf der Liste.

A model of castle Frain, a good crossing for the next program point on our culture journey, because there the splendid original was in Vranov nad Dyji in the Czech republic on the program.

Im Jahr 1153 erfolgte eine "Doppelstiftung" durch Graf Ulrich von Pernegg: In Geras wurde das Chorherrenstift und im 10 Kilometer entfernten Pernegg das Chorfrauenstift des Prämonstratenserordens gegründet. Das Stift Geras wurde Grundherrschaft und mit Wehrmauern und Türmen befestigt, um der Bevölkerung Zuflucht bieten zu können. Trotzdem wurde Stift Geras immer wieder zerstört und wieder aufgebaut.

Das Chorfrauenstift wurde wegen Nachwuchsmangel (wie auch bei der Geschlechtertrennung?) nach dem Tod der letzten Nonne aufgehoben. Bis 1784 wurde es als Chorherrenstift weitergeführt. Heute ist es ein Seminar- und Fastenzentrum.

Was nach dem 30-jährigen Krieg vom Stift in Geras übrig war, glich einem Totalschaden, doch wieder wurde aufgebaut. Diesmal im gerade modern werdenden Barockstil. Josef Mungenast baute und Paul Troger malte.

Heute präsentiert sich Stift Geras schön renoviert den Besuchern, umgeben von Karpfenteichen und auch die Teilnehmer an den diversen Kunstkursen fühlen sich hier wohl.

Das oben gezeigte Modell von Schloss Frain an der Thaya wurde ebenso wie ein Modell der Ruine Kollmitz in der Zwischenkriegszeit von einem Spengler aus Drosendorf angefertigt (Scheubrein) und ist normalerweise in der Hofeinfahrt des Rathauses von Drosendorf zu sehen. Für die Ausstellung "Reiselust & Kunstgenuss" wurde es nach Geras übersiedelt.

Über Vranov nad Dyji/Frain an der Thaya will ich mich hier nicht verbreiten, das habe ich anderswo schon genug getan.

In the year 1153 a "double donation" occurred through count Ulrich von Pernegg: In Geras the chorus gentleman convent was founded to the Praemonstratens and in the 10 kilometers remote Pernegg the chorus woman convent of the order. The convent Geras became basic domination and with dam walls and towers attaches in order to be able to offer refuge to the population. In spite of that monastery Geras was destroyed again and again and reconstructed.
The chorus woman convent became because of shortage of young people (as also during the sex separation?) picked up to the last nun after the death. To 1784 it was continued with as a chorus gentleman monastery. Today it is a seminar and fast center.
What was remaining after the 30-year long war (1618 - 1648) of the monastery in Geras resembled a total loss, nevertheless again was built up. This time in the baroque just becoming modern. Josef Mungenast built and Paul Troger painted.
Monastery Geras presents itself beautifully today renovates the visitors, to surround from carp ponds and to feel also the participants in the various art courses here presumably.
The above shown model of castle Frain at the Thaya-river (Cz) was made in the same way by the plumber Scheubrein from Drosendorf as a model of the ruin Kollmitz in the time between the two wars  and is to be seen usually in the court entrance of the city hall from Drosendorf. For the exhibition "Travel pleasure & art pleasure" was moved according to Geras.
I do not want to write anything about Vranov nad Dyji / Frain at the Thaya-river here, I satisfied that elsewhere already.

0412: Schloss Frain an der Thaya

01795: Blick über den Stausee von Vranov nad Dyji

In Vranov nad Dyji/Frain an der Thaya stand im Zámecký Hotel (Schlosshotel) das Mittagessen auf dem Programm.

Danach war die Führung durch das Staatliche Schloss Vranov nad Dyji vorgesehen, welches wohl alle unserer Gruppe beeindruckte. Die Fotografiererlaubnis kostete 100 Kronen und so kam ich auch zu einigen schönen Fotos von den Innenräumen.

Und dann waren wir noch bei der unterdessen auch schon 70 Jahre alten Talsperre von Vranov nad Dyji/Frain an der Thaya.

In Vranov nad Dyji / Frain at the Thaya the lunch was in the Zámecký Hotel ("Castle hotel") on the program.
After that the leadership was planned by the Vranov nad Dyji State castle which presumably impressed all of our group. The photographing-permission cost about 3 Euro and so I received also some beautiful photographs of the interiors.
And then we were still at that one meanwhile already 70 years old dam of Vranov nad Dyji / Frain at the Thaya.

b166: Der Heilige Stein

Am Grenzübergang Hnanice (Gnadlersdorf) - Mitterretzbach hielt uns die dortige Konditorei wesentlich länger auf als die Kontrolle gleich nebenan beim Grenzübergang.

Beim Heiligen Stein in Mitterretzbach machten wir unsere letzte Besichtigung und ich kam nochmals auf ein Foto durch unseren Reiseleiter.

Der Stein vor uns ist der berühmte Heilige Stein.

Und dann ging es schnurstracks zurück nach Wien, wo wir in Heiligenstadt bei der U-Bahn die ersten Mitglieder unserer Gruppe absetzten.

Grosses Finale war dann am Westbahnhof, wo wir unsere beiden Leihautos wieder abgaben und dann in alle Himmelsrichtungen auseinanderstrebten, ab nach Hause.

At the border crossing Hnanice (Gnadlersdorf) - Mitterretzbach held us considerably longer the nonlocal cake shop on as which like control next door during the border crossing.
At the Holy Stone in Mitterretzbach we did our last inspection and I came once again to a photograph through our guide.
The famous "Heilige Stein" is the stone in front of us.
And then it decreased straight to Vienna, where we dropped off the first members of our group in Heiligenstadt at the underground.
Great final was then at the Westbahnhof, where we gave our two lending-cars again and then into all directions went, off home.

Und der "Heilige Stein", was ist das?

Vermutlich diente der Heilige Stein schon in prähistorischer Zeit einem Stein- und Wasserkult als Opferstein, dabei wurden die schalenförmigen Vertiefungen ausgerieben.

Später soll Jesus mit seinen Jüngern hier vorbeigekommen sein und sich zum Gebet auf den harten Stein gekniet und ein Bittgebet gebetet haben. Und dieses erweichte den Felsen derart, dass die Abdrücke der Knie von Gottes Sohn sich darin abdrückten.

Laut einer Chronik kam es 1647 zu einer ersten Heilung am Schalenstein.

Der bettlägrige Veit Priesler konnte nur mit Stecken gehen. Beim Heiligen Stein wusch er sich mit dem Wasser der Quelle, die nur wenige Meter entfernt aus dem Boden sprudelte. Und er wurde gesund.

Er ließ die Quelle fassen und das Wasser soll vielen Kranken geholfen haben. Urkunden des Stiftes Lilienfeld zufolge sollen tausende Menschen hierher gepilgert und um Heilung gebeten haben.

1650 wurde die Kapelle "Maria am Stein" errichtet. Immer mehr Pilger zog es hierher an den wundertätigen Ort und so wurde 1750 mit dem Bau einer größeren Wallfahrtskirche begonnen.

1784 befahl Kaiser Josef II. den Abbruch der Kirche "Unserer Lieben Frau am Stein". Ein Jahr später, am 1. Mai 1785 wurde der Chronik zufolge mit den Abbrucharbeiten begonnen. Zuvor sollen aber einige Wagenladung unnütz gewordener Krücken und Gehstecken abtransportiert worden sein.

And the "Heilige Stein (holy stone)", what that is?
Presumably the Holy Stone was used already in prehistoric time as sacrifice stone for a stone and water cult, in this case the shell-shaped deepening was wiped out.
Later Jesus with his disciples is supposed to have passed here and to have knelt down for the prayer onto the hard stone and to have said a request prayer. And this softened the rock in such a way that the prints of the knees of the son of God fired themselves in that.
According to a chronicle it came in 1647 for a first cure at the bowl stone.
The bedridden Veit Priesler could go only with sticks. At the Heiliger Stein he washed himselfes with the water of the source which bubbled only few meters away from the ground. And he became healthy.
He let understand the source and the water is supposed to have helped many sick. According to documents of the monastery Lilienfeld thousends of people are supposed to have made a pilgrimage here and to have asked for cure.
In 1650 the church "Maria am Stein (Maria at the stone)" was constructed. Always it attracted more pilgrims here the miracle-active place and so was begun 1750 with the building of a bigger pilgrimage church.
In 1784 emperor Josef II. ordered the breaking off of the church "Unserer Lieben Frau am Stein - (Our Dear wife at the stone". A year later, on 1st May 1785 the demolition work was begun with according to the chronicle. Before however some loaded cart of uselessly become crutches and going-sticks are supposed to have been transported away.

Inhaltsverzeichnis   Bis Ende März ist auf der Homepage vom ÖTK ein Bericht von mir über diese Fahrt in der Klubzeitung zu lesen (natürlich ein anderer Text!)